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Aktuelles

Die Vorträge finden, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, immer um 19.00 Uhr im Stadtarchiv Dortmund, Märkische Straße 14, 44135 Dortmund, statt. Der Vortragsraum befindet sich im Erdgeschoss und ist vom Foyer aus zugänglich. Für einen barrierefreien Zugang ist Sorge getragen.

24. September 2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Dr. Uri R. Kaufmann (Alte Synagoge Essen)
Kampf um gleiches Recht!
Gabriel Riesser (1806-1864) als Vorkämpfer für die Gleichberechtigung der deutschen Juden

Gabriel Riesser war einer der prominentesten deutschen Juden des neunzehnten Jahrhunderts. An seiner Biographie lässt sich der Verlauf der Gleichberechtigung der Juden in Deutschland wie auch die Akkulturation ihrer städtischen Mittelschicht, d. h. die Aufnahme der nichtjüdischen bildungsbürgerlichen Kultur, ablesen. Riesser wurde als Verfasser von Eingaben auf Gleichstellung tätig und 1848 in die Frankfurter Paulskirch-Versammlung gewählt. Nach dem Scheitern der Paulskirche war er als Notar in Hamburg tätig und galt als einer der großen Wortführer des deutschen Judentums.

26. September 2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Dr. Gabriele Radecke (Universität Göttingen)
Schneiden, Kleben und Skizzieren
Theodor Fontanes Notizbücher und die Entstehung der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.

Theodor Fontane, der große realistische Erzähler des 19. Jahrhunderts, war bis ins hohe Alter ein Reisender. Seine Notizbücher, die zu den letzten noch unveröffentlichten Konvoluten aus seinem Nachlass gehören, waren ihm dabei ein unverzichtbarer Begleiter. Gabriele Radecke ist eine der renommiertesten Fontane-Forscherinnen. Ausgehend von den Notizbüchern wird sie in ihrem Vortrag Fontanes Arbeitsweise sowie die Entstehung der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ exemplarisch vorführen.

11. Oktober  2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Dr. Till Breyer (Universität Bochum)
Theodor Fontane und die industrielle Moderne

Fontane hat sich in seinem literarischen Werk von Beginn an mit der Transformation der industriellen Gesellschaft befasst. So war er  mit der Frage beschäftigt, wie sich die Produkte und Medien der Moderne in einen Roman hineinziehen und erzählen lassen. Fontanes literarische Antworten auf diese Entwicklung führen von jugendlichen Arbeiten, in denen sein Erzähler in die Gewölbe englischer Baumwollspinnereien hinabsteigt, bis hin zu den späten Romanen wie „Der Stechlin“, die eine andere Strategie verfolgen: Die industrielle Moderne soll hier nicht mehr unmittelbar abgebildet werden, sondern als hochgradig vermitteltes und ambivalentes Geschehen in den Blick rücken.

29.Oktober 2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Dr. Johannes Willms (freier Publizist)
Der General
Charles de Gaulle und sein Jahrhundert

Charles de Gaulle hat der Geschichte Frankreichs stärker den Stempel aufgedrückt als jeder andere. Der Mann, der kompromisslos vom Londoner Exil aus das Freie Frankreich behauptete, seinem Land 1958 eine neue Verfassung gab und die Kolonien in die Unabhängigkeit entließ, hielt zugleich eisern an überlebten Ideen von grandeur fest, die Frankreichs Blick auf die Wirklichkeit verzerren. Johannes Willms zeigt in seiner Biographie Größe und Grenzen des Generals, der laut Umfragen 70 Prozent seiner Landsleute als größter Franzose aller Zeiten gilt.

7. November  2019,
18 Uhr, Institut für Zeitungsforschung,
Max-von-der-Grün-Platz 1-3 (StLB)
Dr. Astrid Blome (Dortmund)
1. Pressegespräch im Institut für Zeitungsforschung
Vorgeschichte der Wochenblätter

Im 1. Presse-Gespräch steht die Wissensorganisation in der Frühen Neuzeit im Mittelpunkt: Wie wurden in einer Großstadt des 17. Jahrhunderts Angebot und Nachfrage, Informations- und Wissenstransfer organisiert? Wie entstand aus einem großstädtischen Kommunikationssystem das lokale Wochenblatt? Vortrag und Gespräche stellen die Organisation des „Adresswesens“ vor, aus der sich die vielfältige Lokalpresse des 18. Jhs entwickelte. Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung erbeten: zeitungsforschung.dortmund@stadtdo.de.

14. November  2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Prof. Dr. Marian Füssel (Universität Göttingen)
Der siebenjährige Krieg
Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert

Marian Füssel bietet eine knappe und faktenreiche, Darstellung der Geschichte des Siebenjährigen Krieges. Er nennt die Akteure, erläutert ihre Interessen und Koalitionen, besichtigt die Schauplätze in der Alten und der Neuen Welt, beschreibt den Verlauf bedeutender Schlachten und fasst die Ergebnisse des Siebenjährigen Krieges zusammen. Zudem skizziert er die Folgen dieses Krieges, ordnet ihn erinnerungsgeschichtlich ein und erhellt seine Deutungen.

21. November,  2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Prof. Dr. Winfried Nerdinger (TU München; i.R.)
Walter Gropius
Architekt der Moderne

Walter Gropius (1883 – 1969) ist als Gründer des Bauhauses, der einflussreichsten Kunstschule des 20. Jahrhunderts, und Architekt der Moderne weltberühmt. Winfried Nerdinger zeichnet versiert und kenntnisreich ein lebendiges, kritisch reflektiertes Porträt dieses wichtigen Wegbereiters und Lehrers, der den Aufbruch in die Moderne entscheidend prägte.

5. Dezember  2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Uwe von Seltmann (freier Publizist)
Es Brennt
Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes

Mordechai Gebirtig, auch der „Vater des jiddischen Liedes“ genannt, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der jiddischen Dichtung. Er wurde 1942 im Krakauer Ghetto von den Nationalsozialisten ermordet.
Rund 170 seiner Gedichte und Lieder aber haben die Schoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur. Gebirtigs bekanntestes Lied, S’brent (Es brennt), war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt. „Es brennt“ ist die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs – eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen.

11. Dezember  2019, 19 Uhr, Stadtarchiv
Dr. Markus Denkler
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Kommission für Mundart- und Namenforschung
Dortmund -
Sprachliche Vielfalt in der Stadt  Westfalens
Dr. Markus Denkler wird den Band „Dortmund – Sprachliche Vielfalt in der Stadt“ vorstellen, der im vergangenen Jahr erschienen ist. Das Buch zeichnet ein Sprachporträt Dortmunds aus sprachwissenschaftlicher und sprachsoziologischer Sicht und lässt sich in vier thematische Bereiche gliedern: Beschreibung regionaler Sprachmerkmale, Sprachverwendung in der städtischen Erinnerungskultur (Namenwortschatz, Niederdeutsch), domänenspezifische Sprachverwendung und Kommunikation (Fußball, Kabarett, Verwaltungssprache) und Mehrsprachigkeit (Spracheinstellungen, visuelle Mehrsprachigkeit).